Umsatz: FC Bayern auf Rekordjagd
Was das Geld angeht, so ist der FC Bayern München ohnehin schon das Mass der Dinge in Deutschland. Doch der Branchenprimus verteidigt seine Vormachtstellung als Krösus der Liga nicht nur, sondern baut diese Rolle noch weiter aus. Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen erklärte gegenüber dem „Münchner Merkur“, dass der Klub seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert habe. Zu gleichen Zeitpunkt vor zwölf Monaten lag er schon bei 434 Millionen Euro und war Rekord. Auch für dieses Jahr gilt deshalb: Mehr Geld hat der FC Bayern noch nie eingenommen.
Bayern wird keine Mega-Transfers machen
Wirtschaftlich wäre der FC Bayern München damit ebenfalls in der Lage, Transfers in einer Größenordnung von 100 Millionen Euro zu stemmen, wie sie bisher nur Real Madrid durchgeführt hat. Dazu werde es allerdings nicht kommen, so Dreesen. Der Rotstift sei in München nicht nötig und soweit solle es auch nicht. Das Motto laute „vorausschauend zu planen“ und nicht erst aktiv zu werden, „wenn das Kind bereits in den Brunnen“ gestürzt sei. Derzeit arbeite man sehr solide. Das „Kostenprofil“ müsse man sich nur dann anschauen, wenn der sportliche Erfolg auf Dauer ausbliebe.
Hoeneß kann zurückkehren
Seine erstklassige wirtschaftliche Situation hat der FC Bayern München vor allem der jahrelangen Arbeit von Manager Uli Hoeneß zu verdanken, der momentan wegen Steuerhinterziehung inhaftiert ist. Sobald dieser seine Strafe abgebüßt ist, könne er an die Säbener Straße zurückkehren, so Dreesen. Es sei „doch nur logisch, dass er hier seinen Platz findet“, wenn er wieder für die Bayern tätig sein wolle, erklärte der Finanzvorstand. Bis es soweit ist, scheint der Klub zumindest wirtschaftlich auch ohne seine Leitfigur blendend zurechtzukommen. Hoeneß‘ Prinzip, dass die Einnahmen stets höher als die Ausgaben sein müssen, ist dem Verein ganz offenbar in Fleisch und Blut übergegangen.