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„Hölle“: Bentalebs Abrechnung mit Schalke 04

Offiziell ist Nabil Bentaleb noch bis Ende Juni Spieler des FC Schalke 04. Faktisch trainiert er allerdings schon jetzt in Lille bei einem Privattrainer und hält sich fit für einen neuen Arbeitgeber. Seine Zeit bei Königsblau ist nach fünf Jahren beendet. Und beide Seiten dürften sich keine Träne nachweinen. Bentaleb wurde von den Knappen fünf Mal suspendiert. Er selbst bezeichnet die letzten zwei Jahre bei Schalke im Gespräch mit „Sport1“ als „Hölle“ – und lässt auch sonst wenig Gutes an seinem baldigen Ex-Arbeitgeber.

Bentaleb fühlt sich ungerecht behandelt

Bentaleb fand allerdings nicht alles furchtbar bei Schalke. Die ersten Jahre seien nicht schlecht gewesen, so der Mittelfeldspieler. Unter Christian Heidel sei der Verein stabil gewesen und habe sogar die Champions League als Vizemeister erreicht. Nach dem Abschied des Managers sei es jedoch bergab gegangen. Heidels Nachfolger hätten „viele falsche Entscheidungen getroffen.“ Aber natürlich müssten sich auch die Spieler kritisch hinterfragen, wie es sportlich so schlecht werden konnte. Trotzdem sei aber auch nach Heidel nicht alles falsch gewesen. Er habe beispielsweise Coach David Wagner gemocht. Dieser sei sein Lieblingsübungsleiter von den Trainern gewesen, unter denen er auf Schalke spielte.

Und dies waren einige. Nicht weniger als sieben Trainer hatte Schalke in den fünf Jahren, in denen Bentaleb bei Königsblau war. „Und fünf davon in einem Jahr, das sagt eigentlich schon alles“, kommentiert der Spieler vielsagend. Er selbst fühlt sich ungerecht behandelt. Bei seiner letzten Suspendierung habe er eigentlich gar nichts gemacht, sondern kurz zuvor nur einen Streit zwischen dem Trainer und einem anderen Spieler geschlichtet. Trotzdem sei er an seinem Geburtstag suspendiert worden. Der damalige Manager Jochen Schneider habe ihm gesagt, dass er wisse, dass sie den Spieler nicht fair behandelten, aber damit müsse Bentaleb leben, erinnert sich der 24-Jährige.

Dies sei nicht der einzige Fall gewesen, bei dem mit ihm nicht fair umgegangen worden sei. Vor seiner Suspendierung durch Huub Stevens habe er drei Monate bei seiner Frau im Krankenhaus geschlafen, weil die neugeborenen Zwillinge des Paares damals um ihr Leben kämpften. Trotzdem habe er zu einem Spiel kommen sollen. Er selbst habe „sicher nicht alles richtig gemacht“, aber wenn man nach Fehlern suche, dann finde man auch welche.

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