Fürth am Abgrund
In Fürth geht so langsam die Hoffnung verloren. Laut der Statistik sind die Kleeblätter bereits schon wieder abgestiegen. 1995 wurde die Drei-Punkte-Regel eingeführt und seit dieser Regelung hat kein Team mehr den Klassenerhalt geschafft, dass nach 15 Spielen nur 8 Punkte auf dem Konto hatte.
Die 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart war bereits die 9. Pleite der laufenden Saison. Damit ist Fürth der schlechteste Aufsteiger seit nunmehr 26 Jahren. Vor allem bei Trainer Mike Büskens liegen langsam die Nerven komplett blank. Im Spiel bekam der Stuttgarter Tasci eine berechtigte Rote Karte. Eigentlich ein Vorteil für Fürth, jedoch legte sich Büskens trotzdem mit VfB-Fans hinter seiner Bank an, die den Platzverweis nicht akzeptieren wollten. „Da kamen ein paar Kommentare, die respektlos waren. Da musste ich reagieren. Wir haben uns nach dem Spiel ausgesprochen“, so der Coach. Das Spiel selbst war aber auch alles andere als fair. Insgesamt gab es stattliche 33 Fouls. Schiri Thorsten Kinhöfer musste insgesamt 9 mal Gelb und einem Rot zeigen. Tasci hatte Pekovic mit gestrecktem Bein mehr als übel von den Beinen geholt und wurde im Anschluss mehr als berechtigt des Platzes verwiesen. „Es war keine Absicht dahinter. Das hat der Schiri auch so gesehen und wollte Gelb geben. Er hat sich dann aber überreden lassen“, so Tasci selbst zu der Situation. Trotzdem konnten die Stuttgarter die 1:0-Führung über die Zeit retten. Einen berechtigten Elfmeter verschoss Ibisevic, allerdings konnte Okazaki mit dem Kopf nachsetzen und den Ball in die Maschen befördern. Um seinen Job im Trainingsanzug der Fürther muss sich Büskens trotz dem 18. Tabellenplatz noch keine Sorgen machen. „Wir reden mit dem Trainer nicht über ihn“, so Fürth-Boss Hack.