Zahavi als Schreckensgespenst: Österreich geht gegen Israel unter
Nach dem zweiten Spiel in der EM-Qualifikation steht Österreich bereits mit dem Rücken zur Wand. Gegen Israel setzte es in der zweiten Partie die zweite Niederlage. Nach dem 0:1 gegen Polen vor drei Tagen verlor die ÖFB-Elf gegen die Elf von Österreichs Fußballlegende Andres Herzog mit 2:4. Mann des Tages war dabei ohne jeden Zweifel Eran Zahavi. Der Mittelfeldspieler erzielte drei der vier Tore.
Spielbericht: Israel kommt aus dem Nichts
Österreich begann die Partie dominant und spielte einen sicheren sowie technisch anspruchsvollen Ball. Fast folgerichtig erzielte Marko Arnautovic das 1:0 (8. Minute). Nichts deutete zu diesem Zeitpunkt daraufhin, dass Israel die Partie als Sieger beenden könnte. Schließlich blieb die ÖFB-Elf am Drücker. Doch dann begann die große Show des Eran Zahavi. Dieser entwischte in der 34. Minute unbemerkt Martin Hinteregger und konnte per Kopf ausgleichen. Es war die erste echte Offensivaktion der Israelis.
Noch vor der Pause ging es weiter: Kurz vor dem Halbzeitpfiff vollstreckte Zahavi eine Freistoßflanke zur Führung (45.). Erneut traf er per Kopf. Österreich wollte den unerwarteten Rückstand direkt nach Wiederanpfiff korrigieren und spielte mutig nach vorne. Die Ausgleichshoffnungen machte Zahavi mit einem Traumtor zunichte: Er traf aus 23 Metern mit einem wunderschönen Schuss, der sicher in den linken Winkel flog (55.).
Man muss der ÖFB-Elf anrechnen, dass sie auch jetzt noch nicht aufgab. Doch statt der Belohnung folgte nach zehn Minuten der nächste Schrecken: Munas Dabbur, Legionär in Österreich bei RB Salzburg, bekam den Ball vom alles überragenden Zahavi und vollstreckte zum 4:1 (66.). Die ÖFB-Elf gab auch jetzt nicht auf. Doch Israel verschanzte sich vor dem eigenen Tor und spielte zeitweise mit sieben Mann auf der Verteidigungslinie. So konnte Arnautovic nur noch das 2:4 erzielen (75.) – mehr war Österreich nicht vergönnt.
Spontan ist man versucht, von einer unverdienten Niederlage für Österreich zu sprechen. Die Elf von Franco Foda spielte besser und wirkte eigentlich über 90 Minuten feldüberlegen. Wer allerdings so amateurhaft verteidigt, wie es die ÖFB-Elf an diesem Tag tat, erleidet zurecht eine Niederlage.