Bayern München: Wer fliegt aus der Rotation?
Nach drei sieglosen Spielen in Folge ist der FC Bayern München langsam ins Schlingern geraten. Die Fans werden unruhig und auch in der Kabine der Münchener soll es schon geknallt haben. Coach Niko Kovac muss im so wichtigen Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach Lösungen präsentieren und der Öffentlichkeit zeigen, das er mit den großen Egos beim deutschen Rekordmeister umgehen kann.
Welche Optionen bleiben Kovac?
Die wohl einfachste und zugleich wahrscheinlichste Möglichkeit für den 46-jährigen Trainer ist das knallharte durchziehen der Rotation – die ihm in den vergangenen Spielen, die ein oder andere Kritik eingebracht hat. Wahrscheinlich wird es im Gegensatz zum ernüchternden 1:1 gegen Ajax Amsterdam gegen Gladbach vier Veränderungen geben. Auf der Sechs im zentralen Mittelfeld muss wohl Javi Martinez seinen Platz räumen – Thiago wird den defensiveren Part vor der Abwehr einnehmen und Leon Goretzka kommt von der Bank zurück auf die Acht. Seine gefährlichen Vorstöße als Box-to-Box-Player sind den Bayern im Spiel gegen Ajax abhandengekommen – gegen die „Fohlen“ werden sie gefragt sein. In der Abwehr wird es einen verletzungsbedingten Wechsel geben. Mats Hummels hat noch mit den Folgen seiner Gehirnerschütterung aus dem Champions-League-Match zu kämpfen und wird für Süle Platz machen. Genauso gut könnte es Jerome Boateng treffen, falls Hummels doch noch rechtzeitig fit wird.
Auch die Offensive wird vor Wechseln nicht verschont bleiben. Kolumbien-Star James Rodriguez drängt mit aller Macht in die Stammformation und hat einen Anspruch auf die erste Elf. Kovac hatte nach dem Abschlusstraining seinen Vize-Kapitän Thomas Müller für ein Vier-Augen-Gespräch zur Seite genommen – ein Zeichen für einen Bankplatz am Wochenende? Vermutlich schon. Müller läuft seit mehreren Wochen seiner zuvor starken Form hinterher. Eine Pause könnte ihm guttun. Die Altherren-Flügelzange aus Frank Ribery und Arjen Robben wird es wohl gegen Gladbach nicht geben. Einer der beiden Routiniers wird wohl für Serge Gnabry geopfert werden. Der Jungspund hat nach seiner Einwechslung im Ajax-Match ordentlich Dampf gemacht und sich so für einen Startelf-Einsatz empfohlen.
Wie sich auch Kovac entscheiden wird: bei einer Niederlage dürfte der Druck auf jeden Fall nicht kleiner werden. Geduld wird in München nicht großgeschrieben.