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DFL verkündet erste Ergebnisse der Mitgliederversammlung

Am 22. März tagte in einem Frankfurter Hotel die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Die Vertreter der Spitzenvereine trafen sich, um zukunftsrelevante Themen zu diskutieren. Dabei ging es auch darum, ob der Videoassistent zum festen Bestandteil in der Bundesliga wird.

Während der Testphase in einigen Bundesliga-Spielen sorgte der Videoassistent bei einigen Vereinen für Proteste. Inzwischen hat sich die Aufregung jedoch weitestgehend gelegt. Die FIFA nahm den Videoassistenten kürzlich im Regelwerk auf und in wenigen Monaten kommt die umstrittene Technik auch bei der WM in Russland zum Einsatz.

Weniger zuversichtlich reagierten die Vereine in der zweiten Liga. In der nächsten Saison soll der Videoassistent in einer Offline-Testphase agieren, ohne sich dabei auf den Spielbetrieb auszuwirken. Die Vereine hielten sich diesbezüglich sehr bedeckt. Denn sie sehen dabei auch Kosten auf sich zukommen.

Die 50+1-Regel als Topthema

Die Vertreter beschäftigten sich auch mit der 50+1-Regel. Diese besagt, dass Investoren nur dann die Mehrheit an den Vereinen halten dürfen, wenn sie den jeweiligen Verein über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren ununterbrochen und erheblich gefördert haben.

Dabei stand die Frage im Raum, ob sich die Bundesliga für Investoren öffnet oder alles bleibt wie gehabt. Seit einigen Wochen wird dieses Thema nun schon unter den Vereinen und Fans diskutiert. Wobei sich die Fans sehr stark für den Regelerhalt einsetzen. Dafür haben sie die Initiative „50+1 bleibt!” ins Leben gerufen. Etwas abseits der Mitgliederversammlung trafen sich die Vertreter der Initiative mit dem DFL-Präsidenten Reinhard Rauball, um ihr Anliegen vorzutragen.

Entscheidung getroffen: 50+1 bleibt

Auf der Mitgliederversammlung sollte eigentlich noch keine Entscheidung getroffen werden. Zunächst war nur eine Festlegung des Diskussionsverlaufes vorgesehen. Am Donnerstag nahm die Mitgliederversammlung der DFL einen Antrag des Zweitligisten St. Pauli an und unterbindet damit, dass finanzkräftige Investoren die Vereine, wenn auch nur teilweise, übernehmen.

Der DFL teilte mit, dass es eine äußerst knappe Entscheidung war. Von 34 stimmberechtigten Vereinen stimmten 18 für den Erhalt der 50+1-Regelung und vier Vereine dagegen. Neun weitere enthielten sich.

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