Gnabry-Transfer perfekt
Wenige Stunden vor dem Ende der Transferperiode am Mittwochabend hat Werder Bremen einen echten Transfercoup gelandet. Der 21jährige Olympia-Teilnehmer Serge Gnabry wechselt vom englischen Premier-League-Club FC Arsenal London an die Weser. Über Laufzeit seines Vertrages und die Höhe der Ablösesumme machten die Norddeutschen keine Angaben. Englische Medien berichten, dass die „Entschädigung“ für Arsenal sechs bis sieben Millionen Euro betragen soll. „Wir haben die Spieler gekauft“, bekräftigte Frank Baumann und räumte mit Gerüchten über einen Deal mit dem FC Bayern München auf.
Torschützenkönig bei Olympia
Positiv aufgefallen war Serge Gnabry beim olympischen Fußballturnier, wo er mit sechs erzielten Treffern für die deutsche Olympia Mannschaft erzielte und damit Torschützenkönig des Turniers wurde. Auch als guter Vorlagengeber machte der 21jährige Deutsch-Gabuner auf sich aufmerksam und gilt als Supertalent auch im Hinblick auf die Fußball-WM 2018 in Russland, wo Bundestrainer Joachim Löw nach den Abgängen von Schweinsteiger und Podolski junge Spieler braucht. Vereine wie Hertha BSC, RB Leipzig und Mainz 05 bekundeten Interesse an das Fußball-Wunderkind. In London konnte sich der flinke Außenstürmer jedoch nie durchsetzen und wurde zuletzt zum Reservisten degradiert. In Bremen hofft Gnabry auf mehr Einsatzzeiten, um mit guten Leistungen zu überzeugen und sich für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Den Kontakt zwischen Werder Bremen und Serge Gnabry soll übrigens Per Mertesacker vermittelt haben, der einige Jahre bei Werder gespielt hat und immer noch von dem Verein aus Norddeutschland schwärmt.
Kein Deal mit Bayern München
Vor der offiziellen Vorstellung Gnabrys als neuer Werder-Spieler gab es immer wieder wilde Spekulationen über einen Deal mit dem FC Bayern München, der sich laut Medienberichten das Vorkaufsrecht für den Olympioniken gesichert haben soll. So soll vereinbart worden sein, dass der Deutsche Meister den 21jährigen Offensivmann zuerst von Arsenal kaufen wolle, um ihn dann sofort an die Bremer zu verleihen. Werder-Manager Frank Baumann wies diese Behauptungen zurück und betonte: „Wir sind liquide genug, um den Transfer allein zu stemmen. Es war kein anderer Verein daran beteiligt.“