„Deutsches“ Belgien gewinnt erstes WM-Spiel knapp gegen Algerien
Zwölf Jahre musste Belgien darauf warten, auf die große Bühne Weltmeisterschaft zurückkehren zu dürfen. Aufgrund der vielen talentierten Akteure in den Reihen des Nachbarlands wurde die Nationalmannschaft sogar manches Mal als Geheimfavorit genannt. Insbesondere in Deutschland schaut man genau auf Belgien, empfindet man das Team irgendwie doch auch als deutsch: Marc Wilmots, der lange bei Schalke 04 spielte, ist Trainer. Wolfsburg Kevin de Bruyne ist der vielleicht beste Spieler im Team. Der frühere Hamburger Vincent Kompany führt die Mannschaft als Kapitän an. Die Rückkehr auf die Bühne WM gegen Algerien verlief allerdings ernüchternd.
Belgien siegt knapp mit 2:1
Doch der Reihe nach: Algerien hinterließ fast den besseren Eindruck und bewies, dass es völlig zu Recht bei der WM am Start sein durfte. Zur Halbzeit führten die Afrikaner sogar mit 1:0. Wilmots bewies allerdings ein goldenes Händchen mit seinen Einwechslungen. Marouane Fellaini vom Elfmeterpunkt und Dries Mertens konnten die Partie noch drehen. Das Tor der Algerier war ebenfalls durch einen Strafstoß erzielt worden.
Wilmots glaubt an die mentale Kraft seines Teams
Weltmeisterlich sah es nicht aus, was Belgien in seinem ersten Gruppenspiel in Brasilien ablieferte. Coach Wilmots erfreute sich deshalb an einer anderen Stärke seines Teams: Seine Spieler hätten bewiesen, dass sie „mentale Kraft“ hätten, ist der Belgier, der vor 2014 das letzte Tor für sein Heimatland bei einer WM erzielte, überzeugt. Das „deutsche“ Belgien spielte übrigens noch einmal nach dem Spiel eine Rolle: „Man of the Match“ wurde Kevin de Bruyne, der zwar am meisten gelaufen war, aber oft unglücklich wirkte. Sehr ehrlich gab dieser deshalb auch zu, dass er nicht glaube, dass er den Titel verdient habe.